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Rühlmann und Heimüller sind
Prachtkerle
Lieder und Chansons

"Wann ist ein Mann ein Mann?" Seit Arnd Rühlmann und Jürgen Heimüller im Kabaretthit "2 Herren und Heidi" mit ihrer eigenen Version von Herbert Grönemeyers "Männer" das Publikum zu Lachtränen rührten, hat diese Frage sie nicht losgelassen. Folgerichtig nennen sie ihr langerwartetes neues Chansonprogramm "Prachtkerle". Und mittlerweile scheinen sie ein paar Antworten gefunden zu haben, denn in vielen eigenen neuen Liedern und Nummern von Georg Kreisler, Farin Urlaub, u.a. besingen der Gruselchansonnier und sein Extrempianist echt harte Kerle, jammernde Weicheier, sexy Herzensbrecher, es geht um Triebe, die Suche nach dem Glück, die weltweite Verbreitung von Geisteskrankheiten und natürlich immer, immer um die Liebe. Und wieder versuchen die beiden, beim Publikum ein Wellenbad der Gefühle zu erzeugen – mit ihrer eigenen Musikmischung aus Blues, Jazz und Chanson und bissfesten Texten von makaber bis melancholisch, von sarkastisch bis sentimental.


Neu! Rühlmann und Heimüller auf MySpace:
http://www.myspace.com/ruehlmannheimueller


Das schreibt die Presse:

Anne Peters, "Nürnberger Nachrichten", 2.06.2009
Große Liebe endet im Einmachglas
In ihren Liedern und Chansons lassen es Arnd Rühlmann (Gesang) und Jürgen Heimüller (Piano, Gitarre, Gesang) so richtig krachen. Bei ihrem Auftritt demonstrieren sie ganz nebenbei, wie toll eine Freundschaft zwischen Homo und Hetero funktionieren kann – und was für gute Musik dabei rauskommt, wenn es sich um zwei Künstler handelt.
Stücke von Georg Kreisler, Farin Urlaub, Friedhelm Kändler und Bette Midler haben sie im Gepäck, nicht zu vergessen Herrn Grönemeyer, den Unvermeidlichen. Die Stimmung schwankt ständig zwischen rührend, absurd, böse, pathetisch, zart und deftig. Auch makaber darf es mal werden, wenn die wunderschönen blauen Augen der großen Liebe im Einmachglas schwimmen.
Die beiden Franken klingen, als hätten sie je eine Wohnung in Berlin und eine in Paris. Melancholisch und frech wie eh und je haben sie die große Chanson-Tradition behutsam modernisiert. Irgendwie ist ja immer ein bisschen Fin de Siècle. Und so kommt bei ihnen neben dem Gespür für die richtige Stimmung und den coolen Stil auch viel musikalische Virtuosität ins Spiel. Teils klassisch, teils experimentell arrangiert, singt Rühlmann schwere Kost, dann wieder Federleichtes, das wie nebenbei eingespielt wirkt.
Seine Stimme ist schräg und dennoch gerade heraus, genau wie sein Humor. Die Witze über den Adipositas-Pass sitzen so perfekt, dass man am Ende glaubt, er sei übergewichtig, obwohl er gar nicht so viele Kilos auf den Rippen hat. Wenn es zum Schluss statt „Kinder an die Macht“ „Dicke“ heißt, jubelt das Publikum. Heimüller hält sich eher im Hintergrund, greift stets im rechten Moment entspannend ein, wie um den Frontmann vor dem Abheben zu bewahren. Ein netter Abend, der nach einer Wiederholung ruft.


Monika Beer, "Fränkischer Tag", 17.03.2007
Zwei „Prachtkerle“ lassen es krachen
Arnd Rühlmann und sein Klavierbegleiter Jürgen Heimüller präsentierten ihr neues Programm im zweimal ausverkauften Theater-Treff. Die nächsten Auftritte sind im Mai geplant, im Herbst folgt die Einspielung auf CD. [...]
Jeweils siebzig Privilegierte, die sich rechtzeitig Karten für die Premierenabende im Theater-Treff besorgt hatten, durften am Donnerstag und Freitag hautnah miterleben, was dabei herauskommt, wenn sich die vormaligen „Neurosenkavaliere“ (so der Titel ihrer ersten gemeinsamen CD) ausführlich mit dem Thema Männer befassen. Auf die Frage „Wann ist ein Mann ein Mann?“ haben die beiden mit ihrer eigenen Version von Herbert Grönemeyers Hit schon länger eine überzeugende Antwort gefunden: Wie zwei Märchenonkel heben sie zu ihrem zweistimmigen Gesang an, lassen das allzu Pathetische sein, setzen dezent und souverän auf neue, böse inhaltliche Pointen und können es sich leisten, nur zu seufzen, wenn im Original das Wort „verletzlich“ vorkommt. [...]
Um Liebe und Triebe geht es in diesem bunt gemischten Programm, ob nun hetero- oder homosexuell. Was unter anderem beinhaltet, daß die ersten erotischen Wallungen sich wahlweise an „Wickie und die starken Männer“ oder an Biene Maja festmachen. Was „Echte Kerle“ und „Psychopathen“ sind, weiß man gemeinhin: Nicht aber, was sie nachts träumen bzw. wo überall sie sich rumtreiben. Mit derlei Enthüllungen und so manchem Um-die-Ecke-Gedachten verblüffen die „Prachtkerle“ immer wieder. Und sind mit ihrem „Promiflüsterer“, der in seiner Sendung „Meute heute“ von den umziehenden Beckhams über die kahlrasierte Britney Spears und die Grimaldis & sonstige Royals alles durchhechelt, verblüffend aktuell. Auch in den Cover-Versionen einiger Lieder, Balladen, Chansons und Songs von Georg Kreisler, Friedhelm Kändler, Farin Urlaub, Kettcar, Tina Teubner und Bette Middler setzen Rühlmann (Gesang) und Heimüller (Klavier, Gitarre, Gesang) interpretatorische Glanzlichter. An gebrochen-zarten Tönen könnte selbst eine Dusty Springfield noch etwas lernen.
Die „Prachtkerle“ verfügen über eine große musikalische Ausdruckspalette und Stilsicherheit, perfektes Timing und darstellerische Präsenz: Sie sind große Meister der klitzekleinen großen Gesten, des blitzartigen und bitterbösen Seitenblicks. Was sich dezent sogar in ihrer Kleidung spiegelt. Krachen lassen sie es natürlich auch. Bis hin zum sog. Adipositas-Paß, mit dem Rühlmann so ausgiebig kokettiert, daß man ihm schließlich das Dicksein abnimmt, obwohl er es noch lange nicht ist. Die Zugaben – Eartha Kitt und Peggy Lee sei Dank! – machen das Kraut gar fett. Preiswürdige Kleinkunst ist das allemal. Und auch wenn Arnd Rühlmann noch immer kein Weltstar ist: Seinen Adipositas-Paß kann er – mit schönen blauen Augen und Zungenkuß – schon mal an Elton John weiter reichen.

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